Was die Kfz-Versicherung abdeckt
Eine Kfz-Police ist ein Bündel einzelner Deckungen, jede mit eigenem Limit und eigenem Preis. Zusammen zahlen sie für Personen- und Sachschäden, die Sie anderen zufügen, für Schäden am eigenen Fahrzeug und für Behandlungskosten von Ihnen und Ihren Mitfahrern. Laut dem Insurance Information Institute (Triple-I) schreibt jeder Bundesstaat außer New Hampshire eine Haftpflichtversicherung vor, damit man legal fahren darf; auch in New Hampshire müssen Fahrer nachweisen können, dass sie einen selbstverschuldeten Unfall bezahlen können. Kollision (Collision) und Comprehensive (Teilkasko-ähnliche Deckung) sind nach dem Recht der Bundesstaaten freiwillig, doch Kreditgeber und Leasinggesellschaften verlangen sie in der Regel, bis das Auto abbezahlt ist.
Die wichtigsten Deckungsarten
- Haftpflicht für Personenschäden (Bodily Injury Liability) zahlt für Verletzungen oder Todesfälle, die Sie bei anderen verursachen, sowie für Ihre Rechtsverteidigung.
- Haftpflicht für Sachschäden (Property Damage Liability) zahlt für Schäden, die Sie an einem fremden Fahrzeug oder an Eigentum wie einem Zaun, einem Gebäude oder einem Strommast verursachen.
- Kollision (Collision) zahlt für die Reparatur oder den Ersatz Ihres Fahrzeugs nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug oder Gegenstand oder nach einem Überschlag, abzüglich Ihrer Selbstbeteiligung.
- Comprehensive deckt Diebstahl und Schäden aus anderen Ursachen als einer Kollision, etwa Feuer, Hagel, Überschwemmung, herabfallende Gegenstände oder Wildunfälle.
- Medical Payments oder Personal Injury Protection (PIP) übernimmt Arztrechnungen für Sie und Ihre Mitfahrer; PIP kann auch Verdienstausfall zahlen.
- Uninsured/Underinsured Motorist schützt Sie, wenn der Unfallverursacher keine oder zu wenig Versicherung hat.
Haftpflichtlimits werden als drei Zahlen angegeben. Kalifornien hat seine Mindestwerte beispielsweise zum 1. Januar 2025 auf 30/60/15 angehoben: 30.000 $ für die Verletzung einer Person, 60.000 $ für alle Verletzungen bei einem Unfall und 15.000 $ für Sachschäden. Ein Mindestlimit ist eine gesetzliche Untergrenze, keine Empfehlung.
No-Fault- und Verschuldensstaaten
Laut Triple-I haben zwölf Bundesstaaten und Puerto Rico No-Fault-Autogesetze. Dort zahlt zuerst Ihre eigene PIP-Deckung Ihre Behandlungskosten, unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat, und das Recht, den anderen Fahrer zu verklagen, ist eingeschränkt, sofern die Verletzung nicht eine bestimmte Schwelle überschreitet. Florida, Michigan, New Jersey, New York und Pennsylvania verwenden eine verbale (Schweregrad-)Schwelle; Hawaii, Kansas, Kentucky, Massachusetts, Minnesota, North Dakota und Utah verwenden eine Schwelle in Dollarbeträgen. In New Jersey, Pennsylvania und Kentucky können Fahrer zwischen No-Fault- und herkömmlichen Haftungsoptionen wählen. In den übrigen Bundesstaaten zahlt die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Schäden der Gegenseite. Die Deckung gegen nicht versicherte Fahrer (Uninsured Motorist) ist in rund 20 Rechtsgebieten Pflicht.
Was in der Regel ausgeschlossen ist
Private Kfz-Policen schließen in der Regel Fahrdienst- oder Lieferfahrten ohne entsprechende Zusatzvereinbarung aus, ebenso vorsätzliche Schäden, Rennen, Verschleiß, mechanische Defekte und aus dem Auto gestohlene persönliche Gegenstände (diese fallen meist unter eine Hausrat- oder Mieterpolice). Wer einen ausgeschlossenen Fahrer ans Steuer lässt, riskiert die Ablehnung eines Schadens. Mietwagenkosten und Gap-Deckung sind Zusatzbausteine, kein Standardbestandteil der Police.
Was den Preis bestimmt
Jede Deckung wird separat bepreist, daher spiegelt Ihre Prämie die gewählten Limits und Selbstbeteiligungen ebenso wider wie Ihr Risikoprofil. Zu den üblichen Tarifmerkmalen zählen Fahrhistorie und Schadenverlauf, jährliche Fahrleistung und Nutzung des Autos, Reparaturkosten und Diebstahlrate des Fahrzeugs, der Abstellort, Alter und Erfahrung der Fahrer im Haushalt und, wo zulässig, kreditbasierte Versicherungsscores. Einige Bundesstaaten beschränken Merkmale wie Bonität oder Geschlecht, sodass derselbe Fahrer je nach Bundesstaat sehr unterschiedlich eingestuft werden kann. Eine höhere Selbstbeteiligung senkt die Prämie, erhöht aber den Betrag, den Sie nach einem Schaden selbst tragen.
So wählen Sie eine Police aus
Wählen Sie Haftpflichtlimits, die hoch genug sind, um Ihr Vermögen und Ihr künftiges Einkommen zu schützen, nicht nur das Mindestlimit des Bundesstaats. Behalten Sie Kollision und Comprehensive bei einem finanzierten oder wertvollen Auto bei; bei einem älteren Auto vergleichen Sie deren Jahreskosten mit dem, was Sie tatsächlich erstattet bekommen könnten. Stimmen Sie die Limits für nicht versicherte Fahrer auf Ihre Haftpflichtlimits ab, prüfen Sie Zusatzbausteine für Mietwagen und Pannenhilfe und fragen Sie nach Rabatten für Bündelung, unfallfreies Fahren und Telematik. Prüfen Sie die Finanzstärke-Bewertung des Versicherers und seine Beschwerdebilanz auf der Website der NAIC. Für eine Budgetschätzung probieren Sie unseren Kfz-Versicherungsrechner.
So funktioniert die Schadenabwicklung
Stellen Sie nach einem Unfall zunächst sicher, dass alle in Sicherheit sind, rufen Sie die Polizei, wenn jemand verletzt ist oder ein Bericht erforderlich ist, tauschen Sie Versicherungsdaten aus und machen Sie Fotos. Melden Sie den Schaden umgehend Ihrem Versicherer. Ein Schadenregulierer prüft den Schaden, wendet die Verschuldensregeln Ihres Bundesstaats an und zahlt die Reparatur oder, bei einem Totalschaden, den Zeitwert des Fahrzeugs (Actual Cash Value) abzüglich Ihrer Selbstbeteiligung. War der andere Fahrer schuld, kann Ihr Versicherer zunächst an Sie zahlen und das Geld per Regress (Subrogation) zurückholen, wodurch Sie auch Ihre Selbstbeteiligung zurückerhalten können.
Polis Re hilft Ihnen, Kfz-Versicherer und Deckungsoptionen nebeneinander zu vergleichen und an einem Ort Angebote anzufordern. Die Policen werden von lizenzierten Versicherern ausgestellt und über in Ihrem Bundesstaat lizenzierte Vermittler (Producers) platziert.